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Das Abenteuer und die Freiheit des Fliegens fasziniert schon von jeher die Menschheit. Vielleicht auch gerade deswegen, weil wir Menschen uns von Natur aus nur am Boden fortbewegen können, empfinden wir eine besondere Begeisterung für das Fliegen. Da ich meine Kindheit in der unmittelbaren Umgebung des Flughafens Salzburg verbrachte, boten sich bereits von klein auf viele Berührungspunkte mit der Luftfahrt.

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19.07.2014 – 20.07.2014 Bericht von Otti Maier


Unser Flug ging von LOWS nach LDPL(Pula/Zoll) weiter nach LDPN (Unjie).
Am So. von LDPN nach LDLO/Losinj (Tanken/ neuer Platz) weiter nach LJPZ (Zoll/Kaffeetrinken) und anschließend wieder heim.
Vielen Dank auch an meinen Mitflieger und Freund Peter Bernardi
Ein Super Erlebnis und wieder viel gelernt.

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1. Tag 18. 5. Salzburg. Fano - Abflug einen Tag früher als geplant.
Das Wetter ist herrlich und wir beschließen einfach einen Tag früher zu beginnen. LOWS ab Richtung Süden, langsamer climb mit Fahrt auf 9.000 ft.
Keine harten Schläge obwohl wir direkt ins Lee der Alpen fliegen. Vor Udine kam dann die Anweisung auf 12.000 ft. zu steigen oder unter 1.000 ft. zu bleiben. Wir blieben oben, bis der nächste Kontroller von Ronchi Approach uns doch bis Caorloe unter 1.500 ft. haben wollte. Danach ging es entlang der Küste bis Fano zwischen 1.000 und 1.500 ft. Der Flugplan wurde von Falconara geschlossen als wir uns nach Fano abmeldeten. Fano ist ein ganz netter 1.300 m Grasplatz mit freundlichen, hilfsbereiten Fliegerkollegen die ganz nett und behilflich waren. Mit dem Taxi ging´s zum Hotel, zum Essen und schlafen. 
Flugzeit: 3:08, 30 EH, Verbrauch 15 Liter Stunde, Preis € 1,63 Landegebühren: € 0.-

2. Tag 19. 5. Fano – Bari

Gleich in der Früh ging´s losin maximal 1.500 ft, wieder der Küste entlang Falconara TWR, Pescara, Foggia Amendola (Mil überaus coop

erativ) bis Bari.
Keiner konnte sich eine Vorstellung machen, welches Flugzeug hinter der Kennung steckt. So bekamen wir den Parkplatz 5 der eigentlich für ATR 42/72 genutzt wird. Da nicht jeder englisch konnte und wir zu wenig italienisch, war es recht mühsam einen Flugplan nach Catania aufzugeben. Ja da war auch noch die Sache mit dem Sprit. Bari hat kein Avgas. Nur der dortige Aeroclub. Aber die Dame wollte erst nach 17.00 Uhr überhaupt Sprit hergeben. Glücklicherweise kam ein resoluter Herr vom Aeroclub vorbei und mit Hilfe eines zweiten Herren des Flughafens bekamen wir nun doch genug Avgas. 
Flugzeit: 2:50, 28 EH, Verbrauch 17,4 Liter Stunde, Preis € 1,95 Landegebühren: € 12,50.

Bari - Catania
Der Flug ging zwischen aktiven Scharfschützengebieten hindurch zur Westküste des Stiefels. Durch die Verzögerung beim tanken mußte die Mittagsjause in 5.500 ft. nachgeholt werden. Dazu kam, daß alle Mil-Areas activ waren. In den Bergen Süditaliens war es nicht möglich, den Funkkontakt mit den diversen Stellen aufrecht zu halten. In maximal 1.500 ft. kann eine Verbindung über einen 2.500 ft. Hügel nicht funktionieren. Relaisstation war ein Alitalia Pilot just departed in Palermo für Reggio di Calabria Approach. Wir durften dann nach Sizilien wechseln und der Küste entlang nach Catania weiterfliegen. 
Am Boden trafen wir sechs Vorarlberger die schon 5 Stunden vom Flughafen gepisackt wurden. (alle Pässe dreimal Kopiert, detto die Flugzeugpapieren, Messer und Feuerzeug im Flieger lassen, Sprit gibt´s erst nach 4 Stunden usw.)
Ein Einheimischer tankt. Ich schnappe die Dimona und schiebe sie zur Tankstelle.
Seelenruhig sperrt der Tankwart zu und verschwindet trotz meiner Proteste. Dann kamen die Herren der Airport Authority. Wir hätten keine Permission in Catania zu landen. Kontrolle der Papiere und der Pilotenscheine und längeres pallaver was jetzt zu geschehen habe. Zu guter letzt durften wir nach Malta weiterfliegen.
Flugzeit: 2:45, 28 EH, Verbrauch 19,8 Liter Stunde, Preis € 1,98 Landegebühren: € 12,-.

Catania – Malta
Ganz ruhiger Flug in den Abend hinein. 1.500 ft, wie üblich, und in 1.10 h waren wir in Malta. Direkt auf die 24 mit 2,5 km Länge auf den Abstellplatz 3.
Dieser Parkplatz ist rund drei km vom GAC entfernt. Glücklicherweise wird man überall hingefahren. Ein freundlicher Herr übernahm uns und von seinem Office aus wurde sogar das Hotelzimmer reserviert. Mit dem Taxi nach 
La Valetta, Achtung Linksverkehr, ins Hotel.
Flugzeit: 1:10, 11 EH, Verbrauch 17,4 Liter Stunde, Preis € 1,57 Landegebühren: € 77,-.

3. Tag 20. 5. Malta – Reggio di Calabria – diverting to Catania
Nach einer Stadtbesichtigung ging es mit dem Bus zum Flughafen. Von der Abflughalle in die Ankuftshalle, gegen den Strom wieder ins Office. Landegebühr Lm 1,--, Paktgebühr 0,60 Lm, Handling 29,-- Lm (1,-- Lm = € 2,5)
Zurück in die Abflughalle zum Flugplanschreiben (Reggio di Calabria alternate Catania und ........) und Richtung Flieger. Kurzer Stop bei ENEMALTA (Sprit) um bekanntzugeben wie der Sprit bezahlt wird und zum Flieger. Nach einer knappen Stunde bekamen wir dann Avgas und es ging mit dem Bus zurück zu Zahlstelle. Danach retour zum Flieger und weg. Start auf der 24 und unter 1.500 der Küste entlang zum Gozo VOR. Danach direkt Catania VOR durch die inaktive Militärzone. Nach dem queren einer B 737 der Malta Air steigen auf 4.500 ft. Gozo Aproach informierte uns, daß Reggio immer noch geschlossen ist. Lamezia ging nicht, weil es dort kein Avgas gibt. Also ist der einzige mögliche Flughafen mit Sprit Catania. Wenn wir mit Fontanarossa Approach (LICC) Kontakt haben, sollten wir uns bei Gozo Approach abmelden. Was wir taten, was sich später als recht nützlich herausstellen sollte. Meldpunkt Francofonte in 4.500 ft, wechseln zu Signorella Approach (LICZ), decent auf 1.500 ft. bis Lentini, wechseln zu Fontanarossa TWR und landen. Nach 3 Runden im Orbit durften wir landen. 
Wie wir dann später in Bozen erfahren haben, gibt es wegen eines Parkplatzproblems in Fontanarossa eine Beschränkung für Single Engine ACFT, wenn man länger als 2 Stunden in Catania bleiben will. Nur das mit dem Wollen ist so eine Sache. Sprit gibt es nur von 11 – 12 Uhr oder von 17:30 bis 18 Uhr und dann kann man 40 Minuten auf den Meister des Tankschlüssels warten. Da sind dann 2 Stunden schnell vorbei. Ein Österreichischer Pilot Kennzeichen N103KM mit Familie bot uns dann an, weil er noch 300 l im Tank 
hat und er sowieso nach Malta zum tanken fliegt, gibt er uns 20 l und wir können weiter. Gesagt getan, mit einer 2 l Mineralwasserflasche wird umgefüllt. Der Flugplan wird aufgegeben aber bevor wir einsteigen können kam die Authority und die Prozedur beginnt von vorne. Ab ins Office weil sich ein Mil-Collonello beschwerte, daß wir in 4.500 ft. geflogen sind und wir keine Permission haben. Tel. hin und her, Beteuerungen, daß wir, nur weil wir keinen Sprit bekamen, immer noch da sind. usw. Dann das Problem, dass wir fatalerweise die Dimona "Motorglider" nannten. Das schmeckte den Herren überhaupt nicht. Angeblich flogen wir 45 Minuten ohne Funkkontakt, was nicht stimmte und mit dem Band aus Gozo zu beweisen gewesen wäre. Nach der Kontrolle der Flugzeugpapier (DATUM) und Einzug der Durchschrift vom Flugplan LMML-LICR-LICC für den Collonello gelang es nach mehr als eineinhalb Stunden dann doch starten zu dürfen.
Flugzeit: 1:27, 15 EH, Verbrauch 13,8 Liter Stunde, Preis € 0.- Landegebühren: € 12,50.

Catania – Salerno
Durch die mehr als dreistündige Verspätung flogen wir über Wasser direkt auf die VOR´s zu.Zuerst Richtung Messina Reggio, dann Lamezia. Wir diskutierten, ob wir vor Sunset überhaupt nach Salerno kommen könnten. Das GPS sagte nein. 20.28 h ist zu spät. 20.14 ist Sunset. Lamezia erklärte uns, nach Rücksprache mit Salerno, wenn wir bis 20:49 am Boden sind, sieht er keine Probleme. Also, Gas geben und am Strich direkt fliegen. Der Meldepunkt Crossing Centerline war ca. 40 Meilen abeam! Weiter über Wasser bis zu 50 Meilen vom Land entfernt, aber direkt LIRI. Eine Wolkenbank zwang uns unter 1.000 ft. was das Funken nicht gerade erleichterte. Als wir uns dann in Salerno meldeten waren nicht nur wir erleichtert. On Ground 20:25.
Flugzeit: 2:27, 25 EH, Verbrauch 18,0 Liter Stunde, Preis € 1,80 Landegebühren: € 15,-
.

4. Tag Salerno – Marina di Campo
Durch eine Feuerwehrübung war der Platz 2 Stunden gesperrt und wir nutzten die Zeit mit den einheimischen Piloten die Streckenführung um Neapel und Rom zu erörtern. Das war nicht schlecht! Von Salerno direkt zum VOR Sorrento, zur Insel Pròcida abeam Ischia. Wechsel zu Grazzanise TWR (Mil). Teilweise (SHORELINE) Coastline, direkt bis zum Einflugpunkt Terracina für die CTR/TMA Rom.Da mein Lieblingsfunker mit allen Wassern gewaschen ist, hat er beinahe alle Meldepunkte bereits im GPS. Die Römer verlangen ETA´s für die Meldepunkte, was mit dem GPS keine Hexerei war. Nur das Castel Gandolfo haben wir nicht auf Anhieb gefunden, weil in der Karte ein See daneben ist.Der ist aber in einem Krater hinter und unter dem Castello und mit Minimumhöhe war das nicht zu sehen. Dann war alles wieder lustig. Entlang den Bahngleisen bis Termini, beim Colloseum vorbei zur Engelsburg und beim Petersplatz rechts dann ab nach Norden, abeam Passo Corse – TAQ direkt über das Wasser nach Elba. Und man glaubt es kaum, auch in Elba gibt es ein Lee, das sich schmerzhaft am Kopf bemerkbar machte.
Flugzeit: 3:10, 29 EH, Verbrauch 13,8 Liter Stunde, Preis € 1,84 Landegebühren: € 37,32.

5. Tag Elba – Bozen
Superwetter und wie schon durch Rom wurde der Funker am Boden mit allen möglichen Infos zugepflastert. Immer die Höhe, ETA´s, Zwischenziele und Transpondercodes im vorhinein herausgesucht ersparte dauerndes Nachfragen. Was bei den Italienern auffallend war, daß sie sich nicht darum kümmerten, daß wichtige Infos wie Gegenverkehr usw. "NUR" in italienisch abgegeben wurden. Wer´s nicht versteht dem wird auch nicht weitergeholfen. Basta! Pisa Approach wollte uns durch die CTR leiten aber wir sind außerhalb geblieben über Peccioli nach Lucca und von dort durch diverse Täler direkt nach Reggio Emilia. Über den Appeninn zwischen 4.000 ft. und 6.500 ft. Höhe. Weiter in 4.000 ft. nach GAZ. Garda Approach fragte ob wir über dem See oder im Tal fliegen wollen. Es war Richtig im Tal zu fliegen, weil die Wolken immer mehr nach unten kamen. Ab Trento gab es Regen. Leider wurden wir kurz vor Bozen von einem Vogel überrascht, glücklicherweise kam nur er zu Schaden. Sicherheitshalber blieben wir in Bozen und flogen erst nach einer Wetterbesserung weiter.
Flugzeit: 2:43, 25 EH, Verbrauch 13,8 Liter Stunde, Preis € 1,90 Landegebühren: € 10,20.

6. Tag Bozen – Salzburg
Sonnenschein in Bozen. Auf der "Falschen" Talseite, in der Thermik steigend bis 9.000 ft. Über dem Brenner beginnender Sinkflug bis 7.500 ft. Sierra Point dann direkt Echo 1 und Abmeldung bei Innsbruck Radar. Sinkflug weiter bis Kufstein, im Regen in 3.000 ft. Rosenheim – regen, Traunstein - Schneefall, Salzburg – regen.
Flugzeit: 1:34, 15 EH, Verbrauch 16,2 Liter Stunde.

21.14 Flugstunden 3.500 KM und bis auf Orbit, Permission, Collonello und der Stundenlangen Diskussion über abeam nichts besonderes vorgefallen.

Verbrauch 339,7 Liter somit Durchschnittlich je Stunde 16,2 Liter.
N103KM ist Herr Klaus Moser.

Autoren und Bilder:
Peter und Walter Bernardi 

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Toulouse – Ein neues Jahr, eine neue Chance 
von Ferdinand Staudinger

Betreiber des Unterfangens: Kapt. Schmitzberger Alf

Nachdem Toulouse 2006 aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen
entfallen musste wurde ein neuerlicher Anlauf gestartet.

SkyAlf, wie er vermutlich aufgrund der Ähnlichkeit mit der bekannten Fernsehfigur genannt wird, hatte sich wieder in den Kopf gesetzt nach Toulouse zu fliegen um die AIRBUS Werke zu besichtigen und seinen Freund François und dessen Frau Evelyne zu besuchen. 

Die Flugvorbereitung wurde vom Vorjahr übernommen und nachdem sich BUCHNER Franz, KREIS Fritz, LEIMÜLLER Franz, BERNARDI Walter und BERNARDI Peter und meine Wenigkeit zu dem Trip entschlossen hatten, wurde der Termin 9.- 12. Juni 2007 als Reisezeit festgelegt.

FLUGPLANUNG: Schmitzberger u Bernardi

Um die letzten Klarheiten zu beseitigen wurde zu einer Abschlussbesprechung am 7. Juni 2007 um 10.00 Uhr bei Alf und seiner Johanna geladen. 
Die voraussichtliche Flugroute wurde besprochen und anschließend die Zusammenstellung der Tagesettappen (Tankstops – Alternates, etc.) fixiert.
Der Abflug könnte am 9. Juni 2007 erst um ca 14.00 Uhr sein – BERNARDIS hatten leider keinen Ersatz für ihr Geschäft bekommen. Deshalb wollten wir uns um 12.30 Uhr am Flugplatz in Salzburg treffen und die Flugzeuge klar machen, um dann das Eintreffen der beiden BERNARDI's abwarten
Das ursprüngliche Ziel gleich am ersten Tag - direct to "Barcelona" musste daher gecancelt werden und so war für den ersten Tag CARCASSONNE das neue Ziel.
Fahrgemeinschaft zum Flugplatz wurden vereinbart. 
Kartenmaterial/Anflugblätter wollten BERNARDI bzw BUCHNER kopieren und am Abflugtag austeilen.
Anschließend Verköstigung durch Johanna, die sich sehr viel Mühe gemacht hatte und wir nach dem Essen schon Bedenken haben mussten, das MTOW in 2 Tagen zu überschreiten. Danke an Johanna für das gute Essen und die liebe Bewirtung.

Tag X: Samstag 9. Juni 2007

Anruf um 08.20 Uhr von BUCHNER Franz – wir könnten schon früher fliegen, weil die BERNARDI doch einen Ersatz gefunden haben.
Auch gut, sollte doch das Wetter am Nachmittag wieder gewitterig werden.
Also gleich um 10.30 Uhr Abfahrt nach Salzburg. BUCHNER Franz bei seiner KATHI und Junior VINCENT abgeholt. 
Beide waren wir einstimmig der Meinung, wieder einmal ein paar Tage frei verdient zu haben.
Schmitzberger Alf mit Johanna samt Sohn und Schwiegertochter und Enkel sind auch gekommen um uns eine Gute Reise und einen Guten Flug zu wünschen. "oder sollte das vielleicht heißen, - bitte bringt`s uns den Alfred wieder gut heim?"

Flieger CHECK:

KREIS Fritz und LEIMÜLLER Franz machen ihre Katana OE-AAI,
Alfred und Franz Buchner die Super Dimona OE-9439 startklar.
Ich selbst kümmere mich um die PA 28-161, OE-DHH.

Fredi teilt die fehlenden Karten und Anflugblätter aus. Anschließend geben wir unsere Flugroute in die GPS ein.

Die Bernardi's treffen um 12.20 Uhr ein und wir machen jetzt noch einmal Wetter-Check for LEG 1 to Besançon (FR). Für die nächsten Stunden sind keine größeren Störungen angesagt. Erst am Nachmittag ist wieder mit der Ausbildung von Gewittern zu rechnen. Aufgabe des online FLP. Alles ist schnell erledigt.

12.40 wir lassen unsere Motoren an und Alf ersucht um Rollfreigabe:
" OE-9439 Formation - is a formation of 3 aircraft - request taxi".
Funk wird von Schmitzberger abgewickelt – wir unterhalten uns intern auf 123,45 - wir bekommen die 34 über E und rollen gemeinsam dorthin. 
RUNUP-CHECK per Handzeichen OK an Alf und wir sind
READY FOR DEP.

LINE UP – und CLEAR FOR TAKE OFF, für 

1. Leg nach BESANCON
airborne 12:50 Loc.Time LOWS
Ausflug über Wiskey – Teisendorf – aber wo bleibt die Katana ?
Die behaupten der Vogel geht nur 85 ktn – aber wir wollen heute noch in CARCASSONNE ankommen. 
Jeder gibt ein paar gute Tipps wie man Geschwindigkeit aufbauen kann, von Gashebel voll rein, leichten Sinkflug, bis lernt`s fliegen etc, etc.
Trotzdem gelingt es der Katana Crew vorerst nicht Speed zu machen. Außerdem ist die Funkverbindung mit ihnen derart miserabel, dass wir nicht einmal die Hälfte verstehen.
Alfi dreht am Chiemsee mit der Dimona ab und wir halten mit der OE-DHH "direct to" Donaueschingen mit leicht vermindertem Speed von 90 ktn.
Kurzer Funkspruch mit München Info, damit die Bescheid wissen.
Nach ca. 15 Minuten bekommen wir wieder von Alfi zu hören, dass die Katana jetzt mit 95 ktn fährt und langsam nachkommt. Wir reduzieren noch auf 85 ktn, damit wir wieder Formation fliegen können und nach Tannheim – Leutkirch sind die Dimona und Katana wieder bei uns und Alfi und Franz übernehmen über den Schwarzwald wieder die Führung.

Nach Donaueschingen halten wir Richtung Bale-Mulhouse(Basel) und exakt 3 Stunden nach unserem Start in Salzburg setzen wir in BESANCON auf.
Nur eine Formation Landing haben sie uns nicht erlaubt. Und auch beim Starten lassen sie uns nur einzeln raus.
Tankstop ist angesagt. Und wer sich erleichtern muss geht pinkeln.
Zuerst erkundigt sich Alfi wegen des Tankens, doch wir bekommen hier keinen Sprit für unsere Maschinen. 
Nach kurzer Besprechung und Info durch Tower entscheiden wir uns nach VESOUL-Frotey weiterzufliegen. 
Eigentlich wollten wir in BESANCON einen Kaffee trinken, doch dazu haben wir jetzt auch keine Zeit und Lust, denn "wann de kan Sprit für uns ham – fliagma wida ham!" - nach VESOUL.

Zusatz Leg: BESANCON – VESOUL 22 min.

Ab Richtung Norden – entgegen unserem ursprünglichen Ziel.
VESOUL ist über Funk nicht erreichbar. Siesta oder Mittagspause oder wie das hier heißt. Oder vielleicht kann auch keiner Englisch.
Der Platz liegt auf einem Hügel und ist Richtung 26 abschüssig.
Wir fahren sofort nach der Landung zur Tankstelle, weil wir uns von BESANCON aus telefonisch ankündigen haben lassen.
Ein typischer Franzose mit Strohhut, leichter, heller Kleidung hilft uns beim Tanken und der spricht sogar gebrochen Deutsch - welch Überasschung. Kurz nach uns landet eine weitere Katana und wie wir bei einem Gespräch mit dem franz. Piloten und Fluglehrer erfahren, ebenfalls ein Mitglied des Jungfliegeraustauschprogramms. Alfi ist sofort in seinem Element. Und deshalb nehmen wir uns hier auch Zeit für einen Kaffee.
Nachdem wir aber noch ca. 3 Stunden bis CARCASSONNE zu fliegen haben brechen wir kurz vor 18.00 Uhr für unseren 

3. Leg VESOUL – CARCASSONNE auf.

Aber was ist jetzt los. Die Katana will nach dem Start unbedingt Richtung Norden weiterfliegen. Wir reden wieder gutmütig auf die Crew ein und können sie überzeugen, dass unser Ziel in südlicher Richtung liegt.
Oder ist es vielleicht daran gelegen, dass die Anweisungen von Alfi Rechts nach dem Abflug anstatt LINKS gegeben wurde.
RECHTS – LINKS ist eigentlich Wurscht, wennst trotzdem weißt, wo`s Ziel ist. Nur das dürfte zu dem Zeitpunkt für die Katana Crew nicht klar gewesen sein.
Aber zu unserem Erstaunen ist die Katana jetzt mit dem Speed auf gleicher Höhe (vielleicht macht das der französische Sprit). 
Zum Wetter sei zu sagen – Nach dem Schwarzwald eigentlich nur mehr Sonnenschein und angenehm warm – gute Sicht und erst gegen Abend in Richtung Marsaille Bewölkung mit Gewitterneigung. Aber davon sind wir weit genug weg. 

Funktechnisch gibt es leichte Probleme bei uns. Wir hören Alfi, wenn er auf der Info Frequenz funkt, aber wir hören die Auskünfte die Alfi erhält nicht und das ist unbefriedigend. Wüsste man doch selber auch gerne, was die Franzosen so sagen, oder wie gut der Alfi französisch kann.

Es geht Richtung Süden, vorbei an St.Etienne – Mende, eine herrliche Gegend mit Schlössern – großen Herrschaftshäusern, viel Landwirtschaft und grüner Gegend soweit das Auge reicht.
Ü ber dem östlichen Rand des Massiv-Central genießen wir so richtig die herrliche Fliegerfreiheit in Frankreich. Flugplätz gibt es a` maß und auch Windkraftwerke oder wie die BERNARDI Brüder sagen "Hubschrauber die verkehrt herum stehen und am Boden angemacht sind".

Zwischendrin nach - ca. 2 Stunden - kommen wir an Millau vorbei,
…… ..und schon von weitem sehen wir die "Pont de Millau" (Brückenbauwerk des 21.Jht) - Überdimensionale weiße Stützen ragen in den Himmel und eine Reihe von Stahlseilen spannt sich von den Stützen zur Fahrbahn.
Für Piloten fast eine Einladung zum Fangen spielen unter der Brücke.


Wir müssen jedoch weiter und halten jetzt "direct to" CARCASSONNE.
In der Abenddämmerung - die letzten Sonnenstrahlen blinzeln über den Horizont - fliegen wir auf CARCASSONNE zu und erhoffen uns noch das eine oder andere gute Foto von der imposanten Burg (Chateau de Carcassonne). Doch leider setzt sich in diesem Moment eine Wolke vor den Sonnenuntergang und es ist nur mehr halb so schön zum Fotografieren. 
Nach mehrmaligem Funkspruch an SALVAZA Tower, auf die wir keine Antwort bekommen, fliegen wir auf die 28 und landen exakt um 21.00 Uhr Loc.Time.
Peter zückt nach dem Aussteigen sofort sein Notfalltropferl und jeder genießt einen Schluck des guten Hochprozentigen. Wir befestigen unsere Flieger an den vorgesehenen Ösen, laden unser Gepäck aus und verlassen über einen Hintereingang vom Club-Hangar den Flugplatz. 
Das Taxi, das uns zum Hotel bringen soll braucht unserer Meinung nach viel zu lange - wir sind schon fast am Verhungern. Endlich beim Hotel - einchecken und kurzer Toilette - treffen wir uns am Hoteleingang und finden gleich um die Ecke ein nettes Restaurant.
Das ALB* ist angesagt und die erste Halbe ist schon beim Hinschauen verdunstet. Das Essen war ausgezeichnet und ich beschließe nach dem 2 Bier und 3 Glas Rotwein ins Bett zu gehen und einmal richtig auszuschlafen. 
Den Weiterflug nach Barcelona am nächsten Tag haben wir dann gestrichen und uns dafür entschieden das Chateau zu besichtigen und dafür eine Nacht länger in Toulouse zu verbringen.

* ALB – after landing beer

Sonntag 10.6.

Beim Frühstück um 08.00 Uhr teilt uns eine höffliche Rezeptionistin mit, dass der Nachtportier das mit den Kreditkarten nicht richtig gemacht hat und wir werden gebeten noch einmal zu bezahlen.
Das Frühstück selbst ist eher bescheiden und der Brotkorb, die Milch und Kaffee usw. fast immer leer. 
Nebenher besprechen wir den weiteren Ablauf des heutigen Tages. Alfi hat inzwischen Kontakt mit seinen Freunden in Toulouse aufgenommen. Evelyne muss zwar heute arbeiten, aber sie wird uns am späten Nachmittag im Hotel besuchen.Nach dem Frühstück räumen wir zuerst die Zimmer und deponieren unser Gepäck bei der Rezeption. Anschließend gehen wir quer durch die Stadt in Richtung Chateau. Dabei kommen wir auch an einer kleinen Boulangerie vorbei. Unser Bäckermeister kommt nicht umhin sich das Geschäft näher anzusehen. Jetzt ist er wieder gerne Bäcker in Österreich… - die Franzosen arbeiten derart beengt, dass Franz fast Platzangst ähnliche Zustände beim hineinsehen bekommen hat.

Das Chateau ist, wie schon anfangs gesagt, ein imposantes Bauwerk, das seinesgleichen sucht. Meterdicke Burgmauern und unzählige Türme, alles in sehr gutem Zustand. Nach dem Betreten merkt man, dass es als Touristenattraktion vermarktet wird. Alles was irgendwie mit Ritter, Burgen etc. zu tun hat, kann man hier als Souvenir kaufen. Ein guter Rat, nehmt bloß keine Kinder dorthin mit…ansonsten geht ihr mit einem Ritter oder einem Burgfräulein nach Haus.
Anschließend haben wir noch kurz einen Bummel in die Stadt unternommen und sind prompt am Hauptplatz in ein "Erntedankfest" geplatzt, wobei wir die Vielfalt an Früchten, Obst und Gemüse aus der örtlichen Landwirtschaft besonders hübsch und dekorativ dargeboten erlebt haben.
Gegen Mittag sind wir mit dem Taxi zu Flugplatz gefahren und dann ohne große Kontrollen zu unseren Fliegern spaziert.
Nach dem Auftanken heben wir 

um 14:32 ab nach Toulouse LASBORDES ab. 

Und wie schon beim Ersten Mal, wieder einzeln starten und keine "formation-departure" - dafür 5 Minuten Abstand wegen unserer wake- turbulance. Ob die Franzosen nicht wissen, dass die Piper, Katana und Super Dimona light aircraft sind, habe ich mich gefragt.
Nach nur 33 Minuten landen wir in Toulouse LASBORDES. Auch hier dürfen wir keine formation landing durchführen, die OE-AAI als letzte Maschine musste sogar durchstarten, da die Piste noch nicht frei war. Auch egal, was soll´s. 

Da am Abend eine Schlechtwetterfront durchziehen sollte, haben wir unsere Flieger schön fest gebunden. Kurz den edlen Tropfen von Peter und ab zu Fuß zum "nur 300 m" entfernten Hotel. Ich glaube Alfi hat nicht nur RECHTS-LINKS Probleme sondern auch bei der Entfernung Kilometer und Meilen verwechselt. Dafür war das ALB umso besser. Eigentlich wollte keiner mehr aufstehen nach dem 3. oder 4. Blond. Da muss man eben hart zu sich sein und den inneren Schweinehund überwinden …und als Erster unter die Dusche.

Das Abendessen gleich nebenan im Grill-Restaurant war eher eine Enttäuschung für mich. Die Franzosen können scheinbar kein Steak medium braten. Das erste Stück war well done, das Zweite war rear,
und beim dritten Anlauf war das Fleisch außen verkohlt. Die Kommentare meiner Mitesser, ob meiner Heikelkeit waren auch nicht gerade aufbauend. Aber wie ein Sprichwort schon sagt, wer den Schaden hat, braucht sich um den Spot nicht zu sorgen. Selbst mit Rotwein konnte dieser Abend für mich nicht mehr gerettet werden.
Der einzige Trost - zum Bett war es nicht mehr weit und die Schlechtwetterfront war wie vorhergesagt auch voll eingefallen.


Montag 11.06

Beim Frühstück habe ich dafür umso mehr aufgeladen und Franz hat sofort gewusst, dass man am Vormittag ein Bier trinken kann.
Mit Evelyne und einem Freund des Hauses sind wir zu den Airbuswerken, wo wir zuerst so einen Riesenvogel A380 beim Landen zugesehen haben. Unglaublich, dass so etwas fliegt und technisch machbar ist.
Leider haben wir nur den Rand des Eisberges sehen könne, doch allein schon die Hallen und das Ganze drum herum…..Wahnsinn.
Nach den Airbuswerken besuchten wir noch die Stadt Toulouse mit unserer charmanten Reiseleiterin Evelyne, die sich extra für uns den ganzen Tag frei genommen hat. Ein wenig Metro fahren und wie man die Schalter am Besten umgeht haben wir auch gelernt.
Und ich habe beim Busfahren gelernt, dass ich meine Karte nicht in jeden Schlitz stecken soll. Kostet 2,40 wenn die Zeit abgelaufen ist und das rote Lämpchen blinkt. 
Das Abendessen haben wir dann in einem kleinen, speziellen Lokal namens "K lien T" (-calliente gesprochen – was auf spanisch "heiß" bedeutet) gemeinsam mit Evelyne und François eingenommen. Französische Küche mit Entenleberpastete und verschiedenste Salamis als Vorspeise und Entenbrüstchen in Rotweinsauce als Hauptgang. Ein paar Flaschen Rotwein zum drüberstreuen und ab ging es wieder ins Hotel.
Für nächsten Morgen war wieder fit sein angesagt, wir wollten um 10.00 Uhr Richtung Heimat aufbrechen, falls es der Wettergott zuließe. 


Dienstag 12.06.

Nach dem Frühstück noch kurz ein Wetter-Check beim Hotel-PC. Schaut aus als müssten wir den gleichen Weg zurück. Südlich der Alpen über Italien scheint kein Durchkommen. Wir entschließen uns nach eingehender Beratung und Information mit François wieder über das Massiv-Central und den Schwarzwald nach Hause zu fliegen. Die größeren Schwierigkeiten dürften uns kurz vor dem Schwarzwald erwarten bzw. im Dreiländereck FR/CH/D. 
Um 10.11 Uhr starten wir los und wollen am

1. Leg bis nach ROANNE wo ein Tankstop eingeplant ist.

Auf den ersten Meilen geht es gut voran, RECHTS-LINKS haut auch schon ganz gut hin und die Speed bei der Katana ist famos. Nur reden wollen die nicht immer mit uns. Wieso eigentlich? Hätten wir doch immer einen passenden Tipp parat. 
Das Wetter ist anfangs CAVOK.
Um 10 Minuten vor 12.00 Uhr (Tankstelle in Roanne hat von 12.00 bis 14.00 Uhr geschlossen) wird's langsam eng, in jeder Hinsicht. Die Wolken liegen auf dem Bergrücken direkt vor Roanne völlig auf. Wir hätten laut GPS nur noch 7 Minuten bis zum Platz. Doch es scheint kein Durchkommen. Walter probiert einen Talübergang zu finden, doch anfangs müssen wir gleich wieder umkehren. Wir fliegen wieder zurück hinaus ins Flachland wo mehr Platz ist. 
Erneut fliegen wir in das nächste Tal ein, tiefer und tiefer nur ganz hinten ist noch ein kleiner heller Fleck. Ist das schon die andere Seite oder steht dort der Regen an, in dem sich die Sonne spiegelt? Quer zum Talübergang fliegt Walter am Hang entlang um sich eine Umkehr-möglichkeit frei zu halten. Nein wir brauchen nicht umzudrehen, wir sehen rüber und durch geht's. Ein paar Minuten später landen wir in ROANNE. 
Niemand da, nur ein paar Segelflieger aus Holland mit ihren Zelten. Die Tankstelle hat auch schon zu und wir packen vorerst unseren Reisproviant aus und essen gemütlich ein paar Brote und Äpfel im Stehen. Doch dann fängt es an zu schütten und wir verziehen uns unter das Dach des Fliegerclubs, der wider Erwarten offen hat. Drei Jungflieger sind da die Kochen und auch ein Internetanschluss mit PC, den wir benützen dürfen. Damit ist uns schon geholfen. Wir sehen uns sofort die aktuellen Bilder im Wetterradar an und das Wetter scheint Richtung Nord-Osten abzuziehen. Jetzt heißt es nur noch warten, dass es zu Regnen aufhört und dass der Tankwart wieder kommt. Kurz nach 14.00 Uhr erscheint der Tower Mann und ¼ Stunde danach ist auch der Tankwart da, der uns höflich mit Benzin versorgt. Und auch hier haben wir wieder einen deutschsprachigen Franzosen gefunden. Sprit kostet 1,71 und zum Ersten Mal in Frankreich zahlen wir eine Landegebühr. Je 4,- € für die Katana und Dimona und 7,- € für die Piper 28.


2. Leg nach COLMAR Hussen

Um 14.56 fliegen wir in Roanne wieder los und wollen heute noch
bei MACON bzw. BELLEVILLE entlang der Saone bis nach COLMAR-Hussen. Das Wetter ändert sich laufend, mal schöner mal wieder etwas Regen, dann sinken die Wolken wieder verdächtig und wir fliegen entlang der Autobahn. Den Flieger waschen wir dabei in der Luft und kurz vor COLMAR steht noch östlich der Stadt eine große Gewitterzelle. Die streifen wir jedoch nur leicht und ohne Probleme landen wir in letztendlich COLMAR Hussen. 
Die Dame am Landegebührschalter schaut uns verdutzt an fragt was wir hier machen. Nachdem wir keine Zimmer reserviert haben ist sie noch mehr verdutzt, weil angeblich die ganze Stadt ausgebucht ist. Nach einigem Nachhaken erkundigt sich die Frau und findet schließlich auch ein preisgünstiges Hotel. Per Taxi geht's in die Stadt und nach dem Einchecken setzten wir uns in der Bar auf das ALB zusammen. Zum Abendessen beschließen wir in die Altstadt zu gehen und treffen uns wieder um 19.00 Uhr vor dem Hotel. Wir schlendern gemütlich durch die Straßen und bewundern die schön restaurierten Fachwerkhäuser im Hexenhausstil. Eine Touristenattraktion durch und durch und dazu ein Weinanbaugebiet. 
Wir versuchen die hiesige Küche in einem kleinen Hinterhoflokal und finden auch eine nette Bedienung.
Zu lange halten wir es jedoch nicht aus, wollen wir doch am nächsten Tag so früh als möglich (um 08.00 Uhr sperrt der FPL auf) nach dem Auftanken Colmar in Richtung Salzburg verlassen. Auch die Wettervorhersage sagt für Vormittag günstiges Flugwetter voraus. Erst am Nachmittag soll es wieder vom Schwarzwald bis Salzburg am Nordalpenrand gewitterig werden.


Mittwoch 13.06.

Wir frühstücken schon zeitig und dann geht's mit dem Taxi raus zum FPL. Der Tankwart lässt etwas auf sich warten und will die Maschine genau in Position geschoben haben. 
Erst um 09.11 Uhr sitzen wir wieder in unseren Fliegern und jetzt wollen wir uns den Weg Richtung Heimat suchen. Gleich nach Colmar müssen wir über einen Bergrücken und die Restbewölkung vom Nachtregen hängt noch in den Tälern. Die Sucherei beginnt von Neuem und im Tiefflug finden wir bei Freiburg über den Schwarzwald. Vorbei an Donaueschingen und nördlich am Bodensee entlang finden wir unseren Weg nach Kempten. Danach werden die Wolken lichter und die Sonne scheint uns wieder ins Cockpit. Der Rest ist eigentlich nur mehr Formsache. Ohne große Umstände dürfen wir zu Hause in Salzburg wieder einen formation approach machen, wo wir um 11:32 Uhr wohlbehalten landen.

Danach heißt es noch Flieger putzen, Flugbucheintragung und ab geht's zum ALB.

Mein Resüme:
Fliegen ist schöner und billiger und weniger gefährlich als Auto fahren - was sich schon 3 Wochen später anhand eines Einschreibebriefes bestätigt. 
Rechnung des Mag.Stadt Salzburg für eine am 7.6.2007 begangene Geschwindigkeitsüberschreitung von 11 km/h,.
Was hab ich den da gemacht am 7.6. in Salzburg? – ach ja, Treffen bei Schmitzberger Alf wegen Toulouse-Reise.

Autor :
Ferdinand Staudinger 

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Aber das Wetter muss stimmen, denn immerhin wollen wir die Alpen überqueren. Wir, das heißt meine Frau und ich, fliegen jedes Jahr dorthin,
für ein paar Tage, nur so zum Entspannen. Die Wetterentwicklung ist genau
zu beobachten, um so einen Flug sicher durchführen zu können. Auch an den
Heimflug denken!

Nach einer exakten Flugvorbereitung, Flugpläne schreiben, letzte Wettermeldungen einholen, Flugzeug prüfen, tanken, GPS einbauen,
kann es losgehen. Meine Frau nimmt noch schnell eine Reisetablette, weil
sie der Meinung ist, sie vertrage den Flug besser, ich muss dazu einfügen, dass sie bei vielen Segelflügen immer Probleme hatte.

Von Salzburg aus geht es erst Richtung Pass Lueg in Reisesteigflugkonfi-guration in Richtung Mauterndorf. Dabei kann der Naturschutzpark " HOHE TAUERN" schön umflogen werden. Die Reiseflughöhe von 10 000 ft sollte dann auch erreicht sein. Der Flieger schießt jetzt mit 140 Kn in Richtung Süden. Mit Wien Information haben wir schon lange Kontakt, der nächste W - point ist jetzt Arnoldstein, dort melden wir uns in Wien ab und rufen Padua Kontrol, der möchte uns am liebsten schlag- artig auf 5000 ft unten sehen, aber nur nicht nervös werden, schon nach wenigen Minuten gibt er uns an Ronci Apr. weiter. Ronci ist immer sehr freundlich, wir melden ihm, dass wir Pradamano unterhalb 5000ft über- fliegen werden und bitten um Durchflug durch seine Kontrollzone.

Der Vogel befindet sich jetzt, nach dem wir die Alpen verlassen haben, im langgestreckten Sinkflug und schießt mit 150 – 160 Kn dahin. Auf der Rechten Seite taucht aus dem Dunst die Stadt Udine auf, apropo Dunst, fast immer, ist nach dem Verlassen der Alpen, mit einem starken Sichtrückgang zu rechnen. Da kann einem der künstliche Horizont wirklich helfen.

Inzwischen haben wir Pradamano unter 5000ft überflogen und am Horizont taucht die Adria auf. Ronci wird unter 3000ft überflogen und auf der linken Seite sehen wir sehr schön die Hafenstadt Triest liegen. Der Flieger nimmt jetzt Kurs auf VICKI Point , ein im Meer liegender W - point, mit 
GPS kein Problem ihn zu finden.

Jetzt haben wir es nicht mehr weit. Am Horizont taucht die Halbinsel Piran
auf. Wir melden uns bei Portoroz und bekommen die Landefreigabe für die 15, also direkt hinein, besser kann es nicht gehen.

Immer wieder begeistert sind wir von dem Service auf diesem Flughafen. Ein Mopedfahrer mit gelbem Blinklicht weist uns in die Parkposition.
Nachdem wir die Tür des Fliegers geöffnet haben schlägt uns eine warme, mit Seeluft getränkte Luft entgegen, einfach herrlich. Eine freundliche Dame
nimmt unser Gepäck entgegen und führt uns durch den Zoll, alles freundlich und problemlos. Dann gibt es am Empfang einen GRAPA für den Papa, natürlich auch für die andern Fluggäste.

Die Dame ruft dann die Pension Palma an, dass wir abgeholt werden möchten. In wenigen Minuten kommt KATI, die Wirtin, und holt uns ab. Ein geruhsames Wochenende kann beginnen. Übrigen die Pension PALMA liegt direkt oberhalb des Flughafens, zu Fuß etwa 7 Minuten, mit einem wunderschönen Pool und das wichtigste, mit einer hervorragenden Küche. Und hier lernt man Flieger aus ganz Europa kennen.


Helmut Minkenberg hat 1956 in Venlo Holland, also vor genau 50 Jahren mit dem Segelflug begonnen und war dann anschließend drei Jahre bei der niederländischen Luftwaffe aktiv. Im Jahr 1970 kam er zum LSV und machte mit seinem Segelflugzeug FOKA 4 als einer der ersten Flachlandpiloten aus Holland, die Alpen unsicher. Er hat in dieser Zeit viel gelernt. Heute fliegt er überwiegend mit seinerFrau mit unserer PIPER – Arrow Streckenflüge auch Richtung Norden bis in seine alte Heimat.

Autor und Bilder:
Helmut Minkenberg 

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Freitag, den 14. Juni 06 um starteten wir - mein Sohn Hannes hat mir diese Partie schmackhaft gemacht - mit unserer Bellanca Citabria CH7 GCBC Richtung Allgäu. In der Gegend um den Chiemsee waren Gewitter gemeldet - schon bald konnten wir diese auch sehen und in sicherem Abstand vorbei- bzw. weitere Regenschauer umfliegen. Nach einer Flugzeit von rund 90 Minuten erreichten wir den Luftraum von Memmingen. Da die Kontrollzone um Memmingen nicht mehr besteht, flogen wir direkt darüber hinweg (midfield crossing) und meldeten uns 5 Minuten später gemäss Notam nördlich unseres Zielflugplatzes Tannheim. Mit uns waren drei weitere Maschinen im Anflug und wir wurden angewiesen, für rund 10 Minuten in der Warteschleife nördlich zu halten, da gerade eine Flugvorführung stattfand. Es ist immer wieder interessant, solche Kunstflugvorführungen in sicherer Entfernung aus der Luft zu beobachten. Der Flugplatz selbst war leicht zu finden, obwohl das bei Grasflugplätzen nicht immer der Fall ist. Aber die rund 800 Flugzeuge, die aus ganz Europa bereits zum FLY IN nach TANNKOSH gekommen waren, konnte man einfach nicht übersehen. Landeanflug und Landung ohne viel Funk "nach eigenem Ermessen" stellte überhaupt kein Problem da. Entlang der Piste standen alle 100m so genannte Einwinker, die mit ihren Fähnchen die ankommenden Flugzeuge sofort nach Erreichen einer angebrachten Rollgeschwindigkeit von der Piste zur Seite und in unserem Fall weiter zu unserer Parkposition im äussersten Nordwesten des Flugplatzes wiesen. 

Dort angekommen haben wir unsere brave "City" verzurrt, unser kleines Zelt aufgebaut und anschliessend der Weg zum "Empfangszelt" angetreten.
Auch dafür war mit allem Komfort gesorgt. 9 Limousinen der Marke Saab "umkreisten" ständig auf dafür vorgesehenen Wegen den Flugplatz. Eine ausgestreckte Hand genügte und schon wurden auch wir mitgenommen. Zur Begrüssung der Teilnehmer gab es eisgekühltes Red Bull und eine Geschenkbox, gesponsert von verschiedenen Firmen, wie Breitling, Saab, Red Bull, um hier nur die wichtigsten zu nennen. 
Anschliessend ging es zur Registrierung und jede Crew erhielt einen kleinen magnetischen Pfeil, der, versehen mit dem Kennzeichen an der dafür vorgesehenen Landkarte den Abflugpunkt markieren soll. Zu diesem Zeitpunkt waren wir die erste Crew aus Salzburg. 
Nun war es an der Zeit, die gebotene Gastronomie zu testen. Auch davon können wir nur das Beste berichten. Neben dem Flugplatzrestaurant wurde an mehreren Verkaufsständen neben bodenständiger Kost auch Pizza, Currywurst, Crepes und natürlich das bayrische Grundnahrungsmittel mit Hopfengeschmack zu moderaten Preisen angeboten. Frisch gestärkt, wanderten wir zwischen den abgestellten Flugzeugen (ohne jegliche Absperrungen) zum Ausstellungszelt der Firmen Rans / MTH, um unseren Freund Sepp Hattinger zu besuchen. 

Die Typenvielfalt, die in erster Linie aus der UL-Szene stammt, aber auch rare Stücke aus der Ein- und Zweimot-Klasse verleiteten uns immer wieder zu interessanten Gesprächen mit den dazugehörigen Piloten. Endlich bei unseren Freunden angekommen, konnte dieser Abend fröhlich ausklingen.


Der nächste Tag war ausgefüllt mit dem Beobachten der laufend neu ankommenden Flugzeuge, unterbrochen von Flugvorführungen verschiedenster Art. Alleine zwischen 10:00 und 10:30 Uhr zählten wir rund 100 Landungen. 1.000 Flugzeuge zum FLY IN zu bekommen war das erklärte Ziel der Organisatoren, bei sunset wurde die offizielle Zahl von 1.300 Flugzeugen bekannt gegeben!

Die Gesamtorganisation war einfach grossartig und beeindruckend. Das Wetter hielt wie versprochen und es wurde ein sehr heisser Tag, verlängert durch ein tolles Hangar- Fest mit niederösterreichischer Band!! Das Feuerwerk um Mitternacht bildete den krönenden Abschluss.

Am Sonntag waren wir schon um 8:00 mit Packen und Einräumen fertig und nach dem Frühstück machten wir uns auf den Heimflug. Schnell noch getankt reihten wir uns in die Startreihe ein und mit der Landung in Salzburg ging ein tolles Flieger-Wochenende zu Ende.

Mehr Foto's auf www.tannkosh.com

Autor und Bilder:
Alfred Schmitzberger

LSV SALZBURG

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