Portoroz ist immer eine Reise Wert.
Aber das Wetter muss stimmen, denn immerhin
wollen wir die Alpen überqueren.
Wir, das heißt meine Frau und ich, fliegen jedes Jahr dorthin,
für ein paar Tage, nur so zum Entspannen. Die Wetterentwicklung
ist genau
zu beobachten, um so einen Flug sicher durchführen zu können.
Auch an den
Heimflug denken!
Nach einer exakten Flugvorbereitung,
Flugpläne schreiben, letzte
Wettermeldungen einholen, Flugzeug prüfen, tanken, GPS einbauen,
kann es losgehen. Meine Frau nimmt noch schnell eine Reisetablette,
weil
sie der Meinung ist, sie vertrage den Flug besser, ich muss dazu einfügen,
dass sie bei vielen Segelflügen immer Probleme hatte.
Von Salzburg aus geht es erst Richtung Pass Lueg in Reisesteigflugkonfi-guration
in Richtung Mauterndorf. Dabei kann der Naturschutzpark
„
HOHE TAUERN“ schön umflogen werden. Die Reiseflughöhe
von
10 000 ft sollte dann auch erreicht sein. Der Flieger schießt
jetzt mit
140 Kn in Richtung Süden. Mit Wien Information haben wir schon
lange
Kontakt, der nächste W - point ist jetzt Arnoldstein, dort melden
wir uns
in Wien ab und rufen Padua Kontrol, der möchte uns am liebsten
schlag-
artig auf 5000 ft unten sehen, aber nur nicht nervös werden, schon
nach
wenigen Minuten gibt er uns an Ronci Apr. weiter. Ronci ist immer sehr
freundlich, wir melden ihm, dass wir Pradamano unterhalb 5000ft über-
fliegen werden und bitten um Durchflug durch seine Kontrollzone.
Der Vogel befindet sich jetzt, nach dem wir die Alpen verlassen haben,
im langgestreckten Sinkflug und schießt mit 150 – 160 Kn
dahin.
Auf der Rechten Seite taucht aus dem Dunst die Stadt Udine auf, apropo
Dunst, fast immer, ist nach dem Verlassen der Alpen, mit einem starken
Sichtrückgang zu rechnen. Da kann einem der künstliche Horizont
wirklich
helfen.
Inzwischen haben wir Pradamano unter
5000ft überflogen und am
Horizont
taucht die Adria auf. Ronci wird unter 3000ft überflogen und auf
der
linken Seite sehen wir sehr schön die Hafenstadt Triest liegen.
Der Flieger
nimmt jetzt Kurs auf VICKI Point , ein im Meer liegender W - point,
mit
GPS kein Problem ihn zu finden.
Jetzt haben wir es nicht mehr weit. Am Horizont taucht die Halbinsel
Piran
auf. Wir melden uns bei Portoroz und bekommen die Landefreigabe für
die 15, also direkt hinein, besser kann es nicht gehen.
Immer wieder begeistert sind wir von dem Service auf diesem Flughafen.
Ein Mopedfahrer mit gelbem Blinklicht weist uns in die Parkposition.
Nachdem wir die Tür des Fliegers geöffnet haben schlägt
uns eine warme,
mit Seeluft getränkte Luft entgegen, einfach herrlich. Eine freundliche
Dame
nimmt unser Gepäck entgegen und führt uns durch den Zoll,
alles freundlich
und problemlos. Dann gibt es am Empfang einen GRAPA für den Papa,
natürlich auch für die andern Fluggäste.
Die Dame ruft dann die Pension Palma
an, dass wir abgeholt werden möchten.
In wenigen Minuten kommt KATI, die Wirtin, und holt uns ab. Ein geruhsames
Wochenende kann beginnen. Übrigen die Pension PALMA liegt direkt
oberhalb
des Flughafens, zu Fuß etwa 7 Minuten, mit einem wunderschönen
Pool und
das wichtigste, mit einer hervorragenden Küche. Und hier lernt
man Flieger aus
ganz Europa kennen.
Helmut Minkenberg hat 1956 in Venlo Holland, also vor genau 50 Jahren
mit
dem Segelflug begonnen und war dann anschließend drei Jahre
bei der
niederländischen Luftwaffe aktiv. Im Jahr 1970 kam er zum LSV
und machte
mit seinem Segelflugzeug FOKA 4 als einer der ersten Flachlandpiloten
aus Holland, die
Alpen unsicher. Er hat in dieser Zeit viel gelernt. Heute fliegt er überwiegend
mit seiner
Frau mit unserer PIPER – Arrow Streckenflüge auch Richtung
Norden bis in seine alte
Heimat.
Autor und Bilder:
Helmut Minkenberg